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Glutenfrei

Über uns

Hallo. Wir sind Malte und Sarah Hoffmann, 41 und 39 Jahre alt, aus Hannover. Wir haben vier Kinder: Lena (15), Jonas (12), Mia (8) und Felix (5). Wir sind keine Ernährungsberater, keine Influencer, keine Gesundheitsgurus.

Wir sind eine normale sechsköpfige Familie, die vor sieben Jahren angefangen hat, sehr unelegant die eigene Ernährung umzustellen — und darüber schreiben wir hier.

Wie das alles angefangen hat

Im Frühjahr 2018 hat Maltes Gastroenterologe nach etwa drei Jahren diagnostischer Irrwege endlich eine Zöliakie festgestellt. Malte ist damals nach Hause gefahren, hat Sarah angerufen und gesagt: "Ich darf kein Gluten mehr essen."

Sarahs erste Reaktion: "Was ist Gluten?"

Ehrlich gesagt war das der Beginn von ungefähr sechs Monaten Chaos. Malte hat einen Einkaufswagen voller teurer glutenfreier Fertigprodukte nach Hause gebracht. Die meisten waren miserabel. Das erste selbstgebackene glutenfreie Brot hatte die Konsistenz eines Backsteins. Jonas, damals fünf Jahre alt, hat beim Draufklopfen gefragt ob das ein Spielzeug ist.

Es war kein Spielzeug. Es war Brot. Irgendwie.

Wie aus Notwendigkeit Überzeugung wurde

Die glutenfreie Ernährung war anfangs reine Medizin. Malte musste, also wurde umgestellt. Aber mit der Zeit passierte etwas Interessantes: Wir haben angefangen, Etiketten zu lesen. Wirklich zu lesen. Und dabei zu merken, wie viel raffinierter Zucker in glutenfreien Fertigprodukten steckt — als Ersatz für die fehlende Textur.

2020 hat Sarah eine Dokumentation über Massentierhaltung gesehen. Sie hat danach keine Milchprodukte mehr gekauft. Malte hat das erst nach sechs Wochen bemerkt.

Das war der Beginn der veganen Küche. Nicht dramatisch, nicht ideologisch. Einfach: Wir haben aufgehört, Dinge zu kaufen, bei denen wir nicht mehr wegschauen wollten.

Was wir heute sagen können

Es ist nicht perfekt. Es ist nie perfekt. Lena isst bei Freunden manchmal normales Brot — und das ist okay. Jonas möchte grundsätzlich keinen Tofu, was ernährungstechnisch suboptimal aber menschlich sehr verständlich ist. Felix hält Avocado für verdächtig.

Aber wenn wir zurückblicken: Die Küche ist besser geworden. Wirklich besser. Wir kochen abwechslungsreicher als je zuvor. Wir wissen, was wir essen. Und wir haben ein paar Rezepte gefunden, bei denen sogar Mias Klassenkameraden fragen ob sie das auch bekommen können.

Warum dieser Blog?

Weil uns zu viele Leute gefragt haben: "Wie macht ihr das eigentlich?" Freunde, Eltern von Jonas' Teamkollegen, Sarahs Kolleginnen. Immer dieselben Fragen: Was kocht ihr? Was kauft ihr? Wie erklären ihr das den Kindern? Was macht ihr wenn Felix wieder mal nur Pancakes will?

Wir schreiben das jetzt auf. Nicht als Anleitung, nicht als Dogma. Als Bericht aus einer Küche in Hannover-Nordstadt, in der täglich für sechs Menschen gekocht wird, von denen mindestens einer protestiert.

Was ihr hier findet (und was nicht)

  • Rezepte, die wir wirklich kochen — nicht die, die auf dem Foto gut aussehen und zwei Stunden dauern.
  • Ehrliche Berichte — inklusive der Gerichte, die schiefgegangen sind.
  • Informationen, die wir uns mühsam zusammengesucht haben — zu Nährstoffen, Einkauf, Schule und Alltag.
  • Keine medizinischen Ratschläge — wir sind eine Familie, keine Fachleute. Für medizinische Fragen: bitte zum Arzt.
  • Keine Urteile — ihr müsst nicht vegan sein, nicht komplett glutenfrei, nicht zuckerfrei. Macht, was für eure Familie stimmt.

Wenn ihr Fragen habt, schreibt uns. Wir lesen alle Nachrichten. Manchmal dauert die Antwort ein bisschen — Malte hat einen Beruf, Sarah hat 22 Drittklässler und Felix lässt uns selten in Ruhe sitzen.

Aber wir antworten.

— Malte & Sarah